Saerbeck weiter als „Modellregion Wasserstoff-Mobilität“ dabei

Quelle: Westfälische Nachrichten
Autor: Alfred Riese
Veröffentlicht am: 10.07.2019

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Ein Alleinstellungsmerkmal

Die Klimakommune Saerbeck will weiter dabei sein, wenn der Kreis Steinfurt in die zweite Wettbewerbsphase als „Modellregion Wasserstoff-Mobilität“ eintritt. Dafür hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig ausgesprochen.

Nachdem das Grobkonzept des Kreises Steinfurt in dem Wettbewerb des NRW-Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie in die engere Wahl gekommen ist, geht es nun an das Feinkonzept.

Der Kreis Steinfurt als selbst erklärtes „Energieland 2050“ bündelt dabei unter anderem Projekte im RWE-Kraftwerk in Ibbenbüren, den Windpark Hollich und den Bioenergiepark zu einem Paket. Im Planungsausschuss erläuterte Klimakommune-Manager Guido Wallraven den aktuellen Stand.

Auf der Liste standen bisher die Fragen: Wo kann Wasserstoff durch erneuerbare Energie erzeugt werden, besonders mit Blick auf das Auslaufen von Förderungen nach dem Erneuerbare Energie-Gesetz (EEG)? Wie lässt sich der Wasserstoff speichern und verteilen? Wo lässt er sich einsetzten?

Der Bioenergiepark liefert aktuell etwa dreieinhalb mehr „grünen Strom“, als in Saerbeck gebraucht wird. Dieser überschüssige Strom ließe sich auf dem Wege der Elektrolyse in „grünen Wasserstoff“ umwandeln. In der Sprache der Energiewende heißt das Sektorenkopplung, weil die Anwendungsbereiche Strom und hier Mobilität miteinander verzahnt werden. Ideen für die Anwendung sind etwa ein H2-Zug oder mit Wasserstoff angetriebene Müllwagen, zum Beispiel der Entsorgungsgesellschaft des Kreises Steinfurt, die ihren Sitz und ihr Kompostwerk im BEP hat. Auch ein Brennstoffzellen-Bus mit Tankstelle in Saerbeck steht auf dem Zettel. Darüber hinaus lässt sich laut Wallraven der Wasserstoff zu Biomethan verarbeiten, dass über das Gasnetz einen Beitrag im Sektor Wärme leisten könnte.

„Wir haben im Bioenergiepark wunderbare Voraussetzungen und Potenziale“, stellte Wallraven fest. In eine ähnliche Richtung geht bereits das Forschungsprojekt Enerprax (Energiespeicher in der Praxis) der Fachhochschule Münster im BEP. „Grüner Wasserstoff“ aus dem Bioenergiepark sei ein Alleinstellungsmerkmal für den Wettbewerbsbeitrag des Kreises Steinfurt.

Die Kosten des Feinkonzepts tragen zu 80 Prozent das Land, zu 20 Prozent der Kreis Steinfurt. Nach 60 Teilnehmern in der ersten Runde sind nun noch zwei Konkurrenten dabei: Düsseldorf, Wuppertal und Brühl mit Wasserstofferzeugung in Müllheizkraftwerken sowie Brühl, Hürth, Wesseling, der Rheinisch-Bergische Kreis und der Rhein-Sieg-Kreis mit Wasserstoff als Nebenprodukt industrieller Prozesse. Dem Gewinner winken zwei Millionen Euro.

 

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