Sechs Säulen sind nur der Anfang

Quelle: Westfälische Nachrichten
Autor: Alfred Riese
Veröffentlicht am: 18.04.2019

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Inbetriebnahme von E-Ladesäulen in Saerbeck

Sechs Säulen sind nur der Anfang

Mit sechs Ladesäulen und einem eigenen Elektro-Auto im Fuhrpark will die Gemeinde Saerbeck bei der Mobilitätswende vorangehen. „Das soll ein positives Beispiel sein und die Machbarkeit zeigen“, erklärte Bürgermeister Wilfried Roos jetzt bei der offiziellen Inbetriebnahme.

Demnächst soll die Renault Zoe Bürgern für Schnupperfahrten zur Verfügung stehen. Thilo Gorny aus Beckum und dessen Freundin Sarah Gläser verbinden die Fahrt zur Arbeit in Saerbeck schon seit einiger Zeit mit dem Aufladen ihres E-Golf.

Installiert wurden in Saerbeck sechs Ladepunkte, erläutert Peter Engler von der betreuenden Firma „b&r energie GmbH“ mit Sitz im Bioenergiepark (BEP). Drei Säulen stehen auf dem Parkplatz Ecke Bevergerner Damm/ Ferrieresstraße gegenüber dem Rathaus. Zwei weitere hat ebenfalls der gemeindliche Bauhof an der Gläsernen Heizzentrale aufgestellt, die dritte am Falke-Treff. Alle Säulen liefern laut Engler 22 Kilowatt für kurze Ladezeiten. Die Parkplätze sind für E-Autos zum Laden reserviert.

Dieter Ruhe von b&r hat 800 Kilowattstunden Stromentnahme pro Monat gezählt. Das entspreche 40 vollen Ladungen, er sei zufrieden für den Anfang. Bauamtsleiter Andreas Fischer wirbt, „die Gemeinde hat großes Interesse daran, dass weitere Ladesäulen an publikumsintensiven Orten installiert werden“ und hat dabei besonders die größeren privaten Parkplätze im Blick. „Unser System ermöglicht es jedem, eine solche Ladesäule aufzustellen“, assistiert Dieter Ruhe. „Die ersten sechs Säulen sind nur der Anfang“, zeigt sich Bürgermeister Roos zuversichtlich. „E-Mobilität mache „nur Sinn mit Lademöglichkeiten“.

Das sehen Thilo Gorny und Sarah Gläser genauso. Sie gerieten zufällig mit ihrem Ladekabel in den offiziellen Akt. 40 000 Kilometer pro Jahr fährt ihr E-Golf. Die Kaufentscheidung sei spontan gefallen, als er in der Fahrlehrerausbildung nur Gutes über Elektromobilität gehört habe, sagt Thilo Gorny. Inklusive Förderungen, Umweltbonus und der billigeren Antriebsenergie „rechnet es sich“. Es sei „schön zu fahren“ und die Reichweite für allermeisten Fahrten ausreichend, so Gorny. Mit Ökostrom zum Laden sei es noch besser für die Umwelt.

Ladesäulen und E-Autos sind ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Saerbeck mit seinem „Regio-Twin“ Flecken Steyerberg und zusätzlich der Samtgemeinde Liebenau in Niedersachsen. „Regio-Twins“ tauschen Wissen und Erfahrung in Sachen kommunaler Klimaschutz aus. Das Trio hat insgesamt Fördermittel aus dem Energie- und Klimafonds des Bundes von 56 000 Euro bekommen. 12 000 Euro entfielen auf Saerbeck.

Die Ladesäulen in Saerbeck sind mit vielerorts gültigen Chipkarten (zu bekommen unter anderem im Rathaus) benutzbar. Chip besorgen, beim Anbieter registrieren, Kabel stecken, Chip an die Säule halten und los, so beschreibt Peter Engler das Verfahren. Für Ad-hoc-Ladungen gibt es einen QR-Code fürs Smartphone an den Säulen. Dieter Ruhe von b&r bezifferte die Energiekosten für 100 Kilometer elektrisch auf 3,50 Euro gegenüber bis zu zehn Euro für Benziner. Zum Thema Ladenetz schlug E-Golf-Fahrerin Sarah Gläser in dieselbe Kerbe wie die Gemeinde: „Je mehr es nutzen, desto besser wird es.“

 

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