3. ökumenisches Kirchenfest - Achtung: Brückenbauarbeiten

Quelle: Westfälische Nachrichten/ Grevener Zeitung
Autor: Alfred Riese
Veröffentlicht am: 28.09.2015

Kirchenfest Martin Luther erklärt in der St.-Georg-Pfarrkirche dem Brückenbauarbeiter, was es mit Reformation und Ökumene und dem Brückenbauen mit Christus auf sich hat, Mitglieder der katholischen Gemeinde und der evangelischen Arche feiern zusammen auf dem Dorfplatz das 3. ökumenische Kirchenfest – es war ein bunter, lebhafter Sonntag.

 

Saerbeck. Jesus als das Fundament der Brücke sowohl zwischen den beiden christlichen Konfessionen wie auch zwischen den Menschen und Gott: Das verstand Pastoralreferent Werner Heckmann (St. Georg) als „Brückenbauarbeiter“ in orangener Warnweste rasch im Eröffnungs-Gottesdienst des 3. Ökumenischen Kirchenfests am Sonntag. Aber für das Christ-Sein braucht auch darüber hinaus vier Säulen, erklärte ihm Pfarrer Rainer Schröder (evangelische Arche) in der Rolle des Kirchenreformators Martin Luther: Die Gemeinde, das Erzählen von Jesus, das Lob Gottes mit dem Brechen des Brotes und, für Schröder aus aktuellem Anlass besonders hervorzuheben, die Hilfe für die Armen, biblisch gesprochen die „Witwen, Waisen und Flüchtlinge“.

Im Rollenspiel vollzogen Heckmann und Schröder Trennendes und (wieder) Verbindendes der katholischen und evangelischen Kirche nach – und hofften durchaus auch auf vielleicht noch eine KirchenfestÜberraschung von Papst Benedikt, der ja den Titel Pontifex – Brückenbauer – trüge. Denn, so vermerkte Pfarrer Schröder in seiner Rolle als Ex-Mönch Luther, seit der Reformation, die nie eine Trennung sein sollte, habe sich ja auch die katholische Kirche reformiert.

Zumindest in Arche und St. Georg zeigte die Ökumene am Sonntag ein vielfältiges, lebendiges Bild unter dem Motto „Nehmt einander an – mit Christus Brücken bauen“. Vertreter ökumenischer Gruppen schmückten die kleine Brücke vor dem Altar symbolisch mit vielen bunten Strickflicken: Landfrauen, Tafel, KirchenfestUmweltgruppen, die Flüchtlingshilfe und etliche mehr – bunt und eine Einladung, daran mit zu stricken. Den Gesang dazu lieferten gemeinsam der Kirchenchor St. Georg, der Gospelchor und die Saerbecker Singgemeinschaft.

Auf dem Dorfplatz entfaltete sich nach dem Gottesdienst ein sehr buntes und lebhaftes Treiben mit Angeboten und Aktionen verschiedenster Gruppen aus beiden Gemeinden, von der evangelischen Jugendarbeit über den Kinderwortgottesdienstkreis der St.-Georg-Pfarrgemeinde mit seinen Brücken-Lesezeichen bis zum Kistenklettern der Messdiener. Sogar im Imbissstand von Robert Bodem ging es ökumenisch zu: mit Currywurst vom Schwein und vegetarisch an einer Theke. Hingucker war die hölzerne Brücke der Kolpingsfamilie, bespannt mit einer kunterbunten aus fast 2000 kleinen Strickläppchen. Großes Interesse zogen die Flüchtlinge aus der Deutsch-Schule der ökumenischen Flüchtlingshilfe um Erika Stotz-Breidenbach auf sich. Sie stellten sich und ihre bewegenden Fluchtgeschichten vor – auf deutsch – und sagten nicht nur einmal „Danke, Saerbeck!“

Eingerahmt wurde das Kirchenfest von etlichen musikalischen Beiträgen. Die Bücherei der St.-Georg-Gemeinde nutzte die Gelegenheit, um ihre neue „On-Leihe“ von E-Books vorzustellen. 

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